Q-Cycles · Eine Geschichte in Etappen
Eigene Wege.
Gemeinsam entstanden.
15 Jahre voller Ideen, besonderer Fahrräder und Begegnungen. Hier erzähle ich vom Ausprobieren, Weiterentwickeln und gemeinsamen Unterwegssein mit Q-Cycles.
Ein Rückblick · Entwurf
2008 · Der Anfang
Neugier auf drei Rädern.
Am 19. Juni 2008 gründete ich Q-Cycles. Am Anfang standen der Handel und die Weiterentwicklung bestehender Trikes. Daraus wuchs mein Wunsch, eigene Lösungen zu entwickeln – für unterschiedliche Menschen, Wege und Vorstellungen vom Radfahren.
In dieser Anfangszeit reiste ich zweimal zu meinem damaligen Lieferanten nach Taiwan. Der persönliche Austausch vor Ort gehörte für mich ebenso dazu wie die Arbeit an den Rädern.
Auch gemeinsame Fotosessions gehörten zu dieser Zeit: draußen in der Natur und an einem alten Güterbahnhof in Gütersloh. Sie hielten die Räder und die Freude an den gemeinsamen Projekten fest.
Entwicklung · Vom Versuch zur Serie
Aus Ideen wurden eigene Trikes.
Mit 123-Rad aus Münster begann ich, eigene Trikes zu entwickeln. Später kam Color Your Bike aus Berlin hinzu; die Serienproduktion lief schließlich über das polnische Unternehmen Recomedic.
Bei den Prototypen half mir ein enger Freund mit seiner Werkstatt in Bünde. Zeichnungen, handwerkliche Erfahrung, Testfahrten und die Rückmeldungen der Fahrerinnen und Fahrer brachten die Konstruktionen Schritt für Schritt weiter.
Ein prägendes Merkmal wurde der Rahmen aus Edelstahl-Quadratrohr. Der Sitz ließ sich verschieben, während der vordere Ausleger an seinem Platz blieb. So konnte die Sitzposition an unterschiedliche Beinlängen angepasst werden, ohne die Kettenlänge zu verändern.

2008/2009 · Ein Entwicklungsprojekt
Ein Velomobil für den Alltag.
Schon früh wollte ich über offene Trikes hinausdenken. Ein verkleidetes Liegedreirad sollte Wetterschutz und Platz für Gepäck bieten – und damit auch für tägliche Wege eine Alternative zum Auto sein.
Gemeinsam mit einer Bielefelder Berufsschule arbeitete ich an der Entwicklung. Der Schule stellte ich ein Q-Cycles-Trike zur Verfügung, das die Schülerinnen und Schüler kostenlos ausleihen konnten. Später sollten auch Velomobile dazukommen.
Mit einem schwedischen Partner entstand zudem die Idee, Wohnen und Mobilität zusammenzudenken: Zu Häusern, die klimaneutral konzipiert werden sollten, sollte auf Wunsch ein Velomobil gehören.
Unser Velomobil wurde fahrfertig, erreichte aber keine Serienreife. Die Zusammenarbeit und der Weg vom ersten Formaufbau bis zum fahrbaren Fahrzeug bleiben für mich ein besonderes Kapitel.
2009 · Alpe d’Huez
Drei Räder in den Alpen.
Am 13. Juni 2009 führte mich ein besonderes Projekt in die französischen Alpen. Gemeinsam mit meinem Partner Crystalyte nahm ich an der „La Montée Electrique“ an der Alpe d’Huez teil.
Das elektrisch unterstützte Trike kam damit auf einer Bergstraße zum Einsatz, die sonst vor allem mit dem Radsport verbunden wird. Die Fotos erzählen von einem ungewöhnlichen Ausflug aus dem Werkstattalltag.

2010 · Hanse-Tour Sonnenschein
Ein Trike, das anderen hilft.
Für die Hanse-Tour Sonnenschein stellte ich ein Trike zur Verfügung. Die Benefiz-Radtour sammelte Spenden für schwer kranke Kinder. Unterwegs konnten die Teilnehmenden das Liegedreirad kennenlernen und ausprobieren; zum Abschluss wurde es in Travemünde verlost.
Die Verlosung brachte 1.640 Euro ein. So verband sich die Freude am Radfahren mit der Unterstützung eines guten Zwecks.
2011 · Von Bielefeld nach Berlin
Die Anreise wird zum Projekt.
Im März 2011 führte eine E-Trike-Fahrt von Bielefeld nach Berlin – zur Verleihung des Deutschen Klimapreises der Allianz Umweltstiftung. Ausgezeichnet wurde die Klima- und Umweltschutz-AG der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schulen um Lehrer Jens Ohlemeyer für ihr Engagement mit der Bielefelder Klimawoche.
Mit Q-Cycles war ich als Partner und Teilnehmer beteiligt. Mehrere Fahrer wechselten sich ab. Der zeitgenössische Bericht des Antriebspartners Senglar nennt 430 Kilometer in 18 Stunden, ohne Zwischenladen. Schon die Anreise zeigte, was mit elektrischer Unterstützung auf drei Rädern möglich war.

2012 · Seidenpfad
Nach dem Abitur Richtung Abenteuer.
Zwei Schüler aus Bielefeld hatten für die Zeit nach ihrem Abitur einen großen Plan: auf Liegedreirädern über Kirgisistan bis nach China reisen. Ihr Projekt nannten sie „Seidenpfad“. Unterwegs wollten sie fremde Länder kennenlernen und einen mehrmonatigen Freiwilligendienst in einem Kinder- und Waisenheim in Kirgisistan leisten.
Ich unterstützte die Abenteuerreise als Hauptsponsor und baute zwei auf die Anforderungen abgestimmte Trikes. Lange Strecken, viel Gepäck und Reparaturen unterwegs bestimmten die Vorbereitung. Auf gemeinsamen Testfahrten passten wir die Räder an.
Im Juli 2012 begann die Reise. Sie endete früher als geplant in der Türkei; China wurde nicht erreicht. Die gemeinsame Vorbereitung und die beiden besonderen Trikes gehören dennoch fest zur Geschichte von Q-Cycles.

Seit 2023 · Weiter unterwegs
Die Werkstattreise endet.
Die Fahrradreise geht weiter.
Nach rund 15 Jahren beendete ich das aktive Kapitel Q-Cycles. Geblieben sind die Trikes und die Kontakte zu Unternehmen und Kunden, von denen viele bis heute bestehen.
Früher habe ich Fahrräder entwickelt und verbessert. Heute entdecke ich mit ihnen die Welt. Für ehemalige Q-Cycles-Kunden bleibe ich mit Rat und verfügbaren Spezialteilen erreichbar.
Ersatzteile & Ansprechpartner



